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Christoph Columbus (D), Richard Wagner / Willibald Tatzer

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Art.Nr.: MVT0440
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Christoph Columbus (D), Richard Wagner / Willibald Tatzer
Die zwischen Dezember 1834 und Januar 1835 entstandene „Columbus-Ouvertüre“ wurde in sehr großen Dimensionen konzipiert, die sich nicht nur in der Aufführungsdauer, sondern auch im aufgeblähten Blechkontingent erkennen lassen: vier Hörner, drei Posaunen, eine Kontrabasstuba sowie nicht weniger als sechs Trompeten, die entweder paarweise oder – am Höhepunkt – als sechsköpfige Trompetenschar auftreten. Das Stück lehnt sich stark an Mendelssohns brillante Konzertouvertüre „Meeresstille und Glückliche Fahrt“, wie Wagner selbst am 17. Juni 1879 seiner Ehefrau Cosima gegenüber gestand (er reiht das Werk unter die „Plagiate meiner Jugend“ ein). Zur Entstehungszeit der Ouvertüre war er jedoch von ihrem Wert völlig überzeugt und versuchte, Konzertaufführungen zu organisieren, um seine Komponistenkarriere zu fördern. Eine solche Aufführung fand am 2. April 1835 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung seines gutmütigen Beschützers Pohlenz statt; einige Wochen darauf – am 25. Mai – dirigierte Wagner selber die „Columbus-Ouvertüre“ in Leipzig. Davor hatte er am 2. Mai eine Magdeburger Konzertaufführung im Rahmen eines Benefizkonzerts zu seinen eigenen Gunsten geleitet, bei dem auch die „Schlachtsymphonie“ Beethovens und ein Auftritt der großen dramatischen Sopranistin Wilhelmina Schröder-Deviant zu hören waren. Dieses Ereignis, das in der Autobiographie Wagners mit viel Humor geschildert wird, nahm einen so ungünstigen Verlauf, dass am Ende Wagner alleine im Saal dem orchestralen Kanonenbeschuss Beethovens gegenüberstand.


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